Computernavigation (3D-Planung) zum Planen und zum Einsetzen der Implantate

Die 3D-Planung macht den Operationsverlauf beim Einsatz von Implantaten planbar und sicherer.

Vor allem in schwierigen Fällen mit wenig Restknochen nützen wir auch die Computertomografie zur Unterstützung und Vorbereitung der OP-Planung. Auf dieser Grundlage kann dann eine dreidimensionale, virtuelle Planung der idealen Implantatposition, -länge und -durchmesser errechnet werden. 
Dadurch ist es oft möglich einen Knochenaufbau zu vermeiden. 
Das mit Hilfe der Navigationssoftware erzielte Ergebnis wird mittels einer navigierten Bohrschablone während der Operation exakt in den Mund übertragen. Damit können auch eng benachbarte Strukturen, wie Gefühlsnerven, sicher geschont werden.

Ein unverzichtbarer Baustein der modernen Zahnmedizin

Zahnverlust kann jeden Menschen in jedem Alter treffen. Der dann notwendige Zahnersatz sollte genauso gut funktionieren wie die eigenen Zähne, mindestens so gut aussehen und möglichst nicht zu erkennen sein.
Mit herkömmlichen Methoden lässt sich dieser Wunsch jedoch nicht immer erfüllen. Deshalb wurden vor über 40 Jahren die ersten zahnärztlichen Implantate entwickelt. Der heute erreichte Stand der Implantologie lässt in nahezu jeder Situation eine so individuelle Lösung zu, dass der Patient anschließend wieder unbeschwert Sprechen, Essen und Lachen kann.

Behandlungsverlauf

Der Zeitraum zwischen Zahnverlust/Entfernung des Zahnes und der Implantation sollte idealerweise 6 bis 8 Wochen betragen, damit der Knochen völlig ausgeheilt ist. Bei deutlich längerer Wartezeit kann der Kieferknochen soweit schrumpfen, dass keine Implantation mehr möglich ist.
Eine sogenannte Sofortimplantation, also am Tag der Zahnentfernung, ist nur in seltenen Fällen empfehlenswert.
Nach ausführlicher Diagnostik erfolgt für jeden Einzelfall eine exakte Planung der für die gewünschte Versorgung notwendigen, optimalen Implantatpositionen, ein wesentlicher Schritt für ein auch kosmetisch ansprechendes Ergebnis.
Die Implantation erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung, Sedierung oder Vollnarkose durch unser Anästhesieteam, je nach den medizinischen Gegebenheiten und persönlichen Wünschen.
Nach einer Einheilzeit von ca. 6 Wochen werden die Implantate freigelegt, die Schleimhaut an der Durchtrittsstelle des Implantates muss dann noch für 1 bis 2 Wochen mit einem Aufbauteil ausgeformt werden. Dann kann bereits mit der Herstellung des Zahnersatzes begonnen werden. Dazu werden in unserer Praxis die Aufbauten zur Aufnahme einer Krone oder Brücke individuell mit Hilfe eines Scanners aus Titan oder Keramik hergestellt, um die Durchtrittsstelle durch das Zahnfleisch optimal an die Form des natürlichen Zahnes anzupassen. Die Einheilquote der Zahnimplantate liegt heute bei über 95%, der Kieferknochen wird auf Dauer wieder so belastet wie mit eigenen Zähnen, einem Knochenschwund wird somit entgegengewirkt.

Ist jeder Mensch für Implantate geeignet?

Bei Kindern und Jugendlichen ist eine Implantation in der Regel nicht sinnvoll, erst nach Abschluss des Wachstums. Danach ist eine Implantation bis ins hohe Alter mit hoher Erfolgsquote möglich.
Auch bei Patienten mit Osteoporose und Diabetes ist nach Absprache mit den behandelnden Ärzten eine Implantation in der Regel erfolgreich.
Nur schwere Allgemeinerkrankungen und wenige Medikamente (z. B. Bisphosphonate) stellen eine Gegenanzeige dar.

Prothetische Versorgung/Zahnersatz

Die Möglichkeiten hierzu sind heutzutage fast unbegrenzt und richten sich in erster Linie nach den individuellen Ansprüchen und Wünschen des Patienten. Diese sollten im Vorfeld der Behandlung in einem ausführlichen, persönlichen Beratungsgespräch mit uns geklärt werden.

In unserer Praxis sind alle Versorgungsformen auf Implantaten möglich, so können Planung, Einbringen der Implantate (evtl. mit Knochenaufbau) und Zahnersatz, nach über Jahre entwickelten und bewährten Konzepten, „aus einer Hand“ angeboten werden. Dafür finden Sie eine ganze Reihe von Beispielen im nächsten Kapitel.

Selbstverständlich kann die Anfertigung des Zahnersatzes auch bei Ihrem Zahnarzt erfolgen, z. B. bei größerer Entfernung Ihres Wohnortes.

Beispiele für implantatgetragenen Zahnersatz

Einzelzahn

Ist ein Zahn in der sonst gesunden Zahnreihe verloren gegangen, egal ob durch Unfall, Karies oder Parodontose, ist in der konservativen Zahnheilkunde eine Brücke das Mittel der Wahl, um die störende Lücke zu schließen.
Dazu muss allerdings gesunde Zahnsubstanz in erheblichem Umfang von den Nachbarzähnen abgeschliffen werden, was die Zahnnerven erheblich irritieren kann, im schlimmsten Fall kann so ein Brückenpfeiler sogar absterben.
Ein Einzelzahnimplantat ist deshalb grundsätzlich die bessere Lösung, da an den Nachbarzähnen keinerlei Schaden entsteht.

Auf Implantaten ist ein kosmetisch sehr anspruchsvoller Zahnersatz möglich, wie hier mit Vollkeramikkronen, die auch im Übergang zum Zahnfleisch absolut natürlich wirken.

Teilbezahnung

Fehlen mehrere benachbarte Zähne können unsere Implantate auch eine Brücke aufnehmen, sodass in der Regel nicht jeder Zahn durch ein Implantat ersetzt werden muss.
Fehlen die „hinteren Zähne“ eines Kiefers, kann durch Implantate ein herausnehmbarer Zahnersatz vermieden werden.
Die jeweils medizinisch notwendige Anzahl und Position der Implantate hängt ausschließlich von Höhe, Volumen und Qualität des Knochens ab und kann nur vom Operateur, nicht von Krankenkassen und sonstigen Kostenträgern beurteilt werden.

Zahnloser Kiefer – abnehmbare Versorgungsformen

  • Wenn nur der Halt einer Unterkieferprothese verbessert werden soll, sind 2 Implantate mit Druckknöpfen eine sehr kostengünstige Lösung.
  • Mit nur 4 Implantaten pro Kiefer lässt sich wie in diesem Beispiel bereits ein sehr hoher Kaukomfort und eine absolute Stabilität Ihrer Prothese erreichen.
  • Soll im Oberkiefer der Gaumen frei bleiben, damit die volle Geschmacksqualität und ein natürliches Gefühl beim Kauen erhalten bleibt, ist dies mit 6 Implantaten möglich:
    Diese Versorgungsform wird nur zum Putzen herausgenommen und bleibt ansonsten immer im Mund. Mit ihr ist bereits eine optimale Kaukraft und sehr viel Lebensqualität verbunden, die Patientenakzeptanz und –zufriedenheit ist hier extrem hoch.

Zahnloser Kiefer – festsitzende Versorgungsformen

Wünschen Sie eine festeingegliederte Brücke mit optisch perfektem, natürlichem Aussehen dank Keramik, benötigt der Unterkiefer i. d. R. 6 Implantate, der Oberkiefer i. d. R. 7 bis 8 Implantate.
Diese implantatgetragenen Brücken sind sicher das Nonplusultra in der Versorgung des zahnlosen Kiefers, können aber nur von hoch spezialisierten Implantologen und hochqualifizierten, auf implantatgestützten Zahnersatz spezialisierten Zahntechnikern angeboten werden.
Dies ist nur in deutschen Meisterlaboren möglich, nicht in Billiglohnländern und hat deshalb auch seinen Preis. Unser Team hat dazu ein eigenes Verfahren entwickelt, das „Regensburger Konzept“. (veröffentlicht auf der BLI/DGI-Jahrestagung 2006)

Verfahren zum Aufbau des Kieferknochens

Sinusbodenelevation (Sinuslift):

Besteht im Oberkieferseitenzahnbereich der Wunsch nach Implantaten (z. B. zur Vermeidung von herausnehmbarem Zahnersatz), ist aufgrund der engen Nachbarschaft zur Kieferhöhle der Restknochen häufig zu dünn. Um eine ausreichende Knochenhöhe (ca. 12 mm) wiederherzustellen, steht dem Implantologen eine seit vielen Jahren bewährte, standardisierte Vorgehensweise zur Verfügung: der Kieferhöhlenboden wird mittels Knochenersatzmaterial und Thrombozytenkonzentrat aus Eigenblut (siehe unten) bis zur erforderlichen Stärke wieder aufgebaut. Nach der Einheilung (9 bis 12 Monate) können dann die Implantate wie an jeder anderen Stelle eingepflanzt werden.

Knochenblockaugmentation:

Gerade wenn der Zahnverlust schon länger zurückliegt oder nach entzündlichen Prozessen im Kieferknochen ist der verbliebene Knochen häufig zu schmal und/oder zu niedrig. Diese Defizite können von uns meist durch eine Knochenverpflanzung aus der Mundhöhle „repariert" werden (ambulante OP und Narkose). In extremen Fällen muss dazu Knochen aus der Hüfte („Beckenkamm“) entnommen werden (stationäre OP und Narkose).
In jedem Fall muss der neue, aufgelagerte Knochen erst 4 Monate einheilen, erst dann können die Implantate, wie gewohnt, eingepflanzt werden.

PRP – Verfahren
(=“Platelet Rich Plasma“ = Thrombozytenkonzentrat = ein biotechnisches Verfahren zur Knochenregeneration):

Das menschliche Blut enthält u.a. auch zahlreiche Faktoren, die zur Wund- und Knochenheilung notwendig sind. Diese sind in den Blutplättchen (den Thrombozyten) enthalten. Immer dann, wenn vor oder gleichzeitig mit einer Implantation Knochen aufgebaut werden muss, nützen wir diese heilende Kraft des eigenen Blutes, indem wir 1 Stunde vor der Operation eine geringe Menge Eigenblut bei Ihnen entnehmen. Mit einer Hochgeschwindigkeitszentrifuge wird nach einem bewährten Protokoll die Konzentration der Blutplättchen auf das 5- bis 6-fache erhöht. Dadurch wird nicht nur die primäre Heilung erheblich beschleunigt, es werden auch Schmerz und Schwellung deutlich reduziert. Vor allem aber wird der neugebildete Knochen schneller von Gefäßen versorgt und die Knochendichte wird erhöht.

Auch wenn die PRP-Behandlung von den Kostenträgern oftmals nicht bezahlt wird, ist sie nach unserer langjährigen Erfahrung ein wichtiger Bestandteil des Behandlungserfolges.

Provisorische Implantate

Gerade im zahnlosen Kiefer ist die provisorische Versorgung mit Zahnersatz in den ersten Wochen nach der Implantation manchmal schwierig. Für diese Zeit können in der gleichen OP zusätzliche, provisorische Implantate eingebracht werden, die schon nach einem Tag ein dann festsitzendes Provisorium tragen. Voraussetzung ist eine entsprechende Restknochenhöhe.
Sollten Sie daran interessiert sein, sprechen Sie bitte vor der Implantat-OP mit uns.

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    Deutschen Gesellschaft
    für Implantologie
    Mitglied des BDIZ EDI

    Zentrum für Implantologie
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